Ein kleiner Einblick in die Geschichte der:
- Indianer
- Trapper
- Pioniere
Und
des Vereines Buckskinners Otze e.V.
Hier findet
Ihr die anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Buckskinners Otze von den Mitgliedern
zusammengestellten Passpartous die 1999 auch im Landesmuseum Burgdorf zu sehen
waren.
(für unsere Webside aufbereitet von Uwe Ecke und Veronika
Wucherpfennig anno 2005)
Inhaltsverzeichnis:
Übersichtskarte
„Native american tribes“ Seite 1
Übersichtskarten
„Pelzhandelszonen“, „Gebiete“ Seite 2
Chronologie Seite 3
Einführung Seite 4
Der Verein Seite 5
1974:
Clubgründung Seite 6
1976: Sommer Seite 7
1977: Neues
Clubgelände Seite 8
1977: Sommer Seite 9a
1977: Sommer,
Zeitungsartikel Seite 9b
1984: Das
erste Baby im Verein Seite 10
1984: 10 Jahre
Buckskinners Otze Seite 11
1993:
Sommerlager. Die neuen Kanus sind da Seite 12
1995: Tag der
offenen Tür Seite 13
1977, 1996:
Winterlager Seite 14
Die Clubhütte ist
ausgebrand Seite 15
1997: Tag der
offenen Tür Seite 16
Bunte Pferde Seite 17
Tag der
offenen Tür: „Die Geschichte des Pferdes“ Seite 18
1999: Juni Seite 19
Kinder im Club Seite 20
Neubau
Weideschuppen Seite 21
Bisonmagen als
Kochbehälter Seite 22
Chinney Seite 23
Kanutouren Seite 24
Trommel und
Gesang Seite 25
Outhouse Seite 26
Bearbeiten von
Leder Seite 27
Frauenpower Seite 28

zurück
zum Inhaltsverzeichnis


zurück
zum Inhaltsverzeichnis
1492 Kolumbus
(der Erbe der Wikinger)
1542 Hernando
de Soto entdeckt den Mississippi
1607 Englische
Kolonisten gründen Jamestown an der Chessupeak Bay - heute Virginia
1620 Plymouth
wird gegründet
1621 Massasoit,
Häuptling der Wampanogas, geht Friedensvertrag mit Gouverneur Carver in
Plymouth
ein
1675
- 1678 King Philip’s (Kriegshäuptling der
Narrongunset) Krieg gegen weiße Siedler
1679
- 1681 La Salle erforscht den Westen über den
Mississippi bis an den Golf von Mexico
1680
- 1682 Vergeblicher Aufstand der Pueblo
Indianer, die Spanier aus Neu Mexico zu vertreiben
1689
- 1763 Französisch-Indianische Kriege
1763 Pontiacs
Aufstand gegen die Siedlungspolitik der Franzosen. Frankreich gibt seine
Gebiete
westlich des Mississippi
an England ab
1775
- 1783 Amerikanische Revolution
1776 Amerikanische
Unabhängigkeitserklärung
1790
- 1794 Indianerkriege der Shawnee, Miomi und
Delaware gegen die Amerikaner, erst 1794 Niederlage
der Indianer
1803 Die
USA kaufen Louisana von Frankreich für 15 Mill. Dollar
1804
- 1806 Lewis & Clark erreichen als erste
Amerikaner den Pazifik. Diese Expedition wurde von Präsident
Jefferson in Auftrag
gegeben
1802
- 1838 Krieg und Vertreibung der Cherokee aus
Georgia. Bei der Zwangsumsiedlung nach Oklahoma
(Pfad der Tränen)
sterben 4000 Indianer
1804
- 1840 Pelzhandeslcompanien werden von
Amerikanern gegründet. Der deutsche Johan Jacob Astor
gründet eine
Handelsgesellschaft (American Fur Compani)
1825 Erstes
Treffen der Trapper und Biberjäger am Henry Fork im heutigen Wyoming
1816
- 1837 Krieg der Seminolen gegen die Amerikaner.
Die Seminolen wurden niemals besiegt und leben bis
heute auf ihrem
angestammten Land in Florida
1819 Abtretung
Floridas von Spanien an die Vereinigten Staaten
1846
- 1864 Navaho Kriege
1846
- 1848 Eroberungskriege der USA gegen Mexico.
Mexico verliert Gebiete, die in der Folge die Staaten
New Mexico, Arizona,
Kalifornien, Nevada und Utah bilden.
1848 Goldfunde
in Kalifornien locken Glücksritter und Siedler nach Westen. Die Besiedelung des
westlichen Kontinents
beginnt
1848
- 1850 Oregon wird Terretorium der USA. Die
Landschenkung von 320 Morgen Land an jeden
erwachsenen Bürger der
USA löst den Oregon Trail aus
1860
- 1879 Indianerkriege in den Plains
1861
- 1865 Amerikanischer Bürgerkrieg
1861
- 1900 Apachen-Kriege
1862 Little
Crow führt den Sioux Aufstand in Minnesota
1864 Amerikanische
Soldaten überfallen am Sand Creak eine Gruppe Cheyenne Indianern (Sand Creak
Massaker)
1866
- 1868 Nach einem Sieg der Indianer unter Crazy
Horse (Sioux) ziehen sich die Amerikaner aus dem
Gebiet der Black Hills,
dem Powder River und am Big Horn zurück (South Dakota, Wyoming)
1872 Beginn
der systematischen Ausrottung der Büffel (die Lebensgrundlage der Indianer) in
den Plains
1876 Schlacht
am Little Big Horn. General Caster wird von den vereinigten Sioux, Cheyenne und
anderen Stämmen
vernichtend geschlagen. Trotzdem müsse die Stämme wegen
Nahrungsmangel in die
Reservationen.
1877 Nach
monatelanger Flucht werden die Nez Perce unter Häuptling Joseph kurz vor der
kanadischen Grenze
besiegt
1886 Fast
alle Indianer sind in Reservaten untergebracht
1890 Schlacht
bei Wounded Knee, letzte Schlacht der Indianerkriege
1924 Die
Indianer erhalten die Staatsbürgerschaft
1906 Durch
Bufallo Bill’s (F. Cody) Wild West Schau und Karl May in Deutschland wurde das
Interesse
für die Amerikanische
Geschichte geweckt. Die ersten Indianer und Cowboyclubs entstanden
bereits in den 20er Jahren.
1951 wurde das erste Deutsche Indianer Council in Karlsruhe
veranstaltet
Heute treffen sich einmal im Jahr ca. 3000 Hobbyisten in
einem Lager mit etwa 300 Tipis und anderen historischen Zelten zum
Erfahrungsaustausch.
zurück
zum Inhaltsverzeichnis
Einführung
Die Geschichte des
amerikanischen Westens enthält alle Elemente der Ilias und der Odyssee: eine
heroische Welt des Aufbruchs und der Kriege, der Reisen in ferne Länder, der waghalsigen
Jagden, der zur Legende gewordenen Raubzüge und der Kämpfe auf verlorenem
Posten. Alles in allem ein Epos überwältigender Taten. Der Triumphe und des
Versagens rastloser Helden und Heldinnen. Es ist eine Tragödie, der es an
komischen Zwischenspielen nicht fehlt, eine Geschichte von Gut und Böse und
einer Moralität, deren Personen abstrakte Ideen verkörpern.
In dieser Einführung
streifen wir durch die Geschichte des Westen vom sechzehnten bis zum
zwanzigsten Jahrhundert. Einiges ist in die Geschichte eingegangen, anderes ist
weniger bekannt.
Es begann damit, daß
man zum Pazifik aufbrach und sich auf die Suche nach den sieben mythischen, aus
Gold gebauten Städten machte. Reine Habgier war bei den meisten, die dieses
Abenteuer auf sich nahmen, das entscheidende Motiv. Nicht die Großartigkeit und
Schönheit des Westens waren es, sondern der sagenhafte Reichtum an
Bodenschätzen, der Männer und Frauen aus allen Ecken der Welt in dieses Land
zog.
Unter den Menschen,
deren Geschichte hier erzählt wird, waren nur drei wirklich auf der Suche nach
Freiheit. Einer von Ihnen war ein Eingeborener, ein amerikanischer Indianer,
der seine Freiheit verloren hatte. Die anderen wollten Freiheit und Reichtum
zugleich. Mindestens ein Dutzend von ihnen hatte nichts als eben diesen
Reichtum im Auge, wenn auch einige von ihnen dabei das Wort Freiheit im Munde
führten. Nur einer war ausschließlich darauf aus, Abenteuer zu erleben; zwei
von ihnen wollten zwar das Abenteuer, hofften aber ebensosehr auf Reichtum;
andere waren entschlossen, das ihnen unbekannte Abenteuer kennen und es somit
begreifen zu lernen. Vier gingen in den Westen, um sich einen ruhmvollen Namen
zu machen, von denen zwei überdies reich werden wollten. Sie alle waren auf die
eine oder andere Weise “Kinder der Sonne”, wie die texanischen Indianer Cabeza
de Vaca und seine Gefährten genannt wurden.
Von allen hatten
vielleicht Lewis und Clark die uneigennützigsten Motive, sie waren Forscher,
deren Bestreben es war, das Land kennenzulernen. Reich zu werden, daran lag
ihnen nicht mehr und nicht weniger als anderen Leuten auch. Sie wollten nichts
weiter als wissen, was mit diesem Land war. Dennoch legten selbst sie Wert
darauf, den Eingeborenen, mit denen sie zusammenkamen, mitzuteilen, daß sie
nicht mehr die Untertanen von europäischen Königen und Kaisern seien, sonder
unter dem wohlwollenden Schutz eines Großen Weißen Vaters in Washington
stünden. Und wo sind sie heute, die unter “Schutz” stehenden Stämme?
Einige der
berühmtesten Männer des Westens waren dort nur kurze Zeit ansässig. Nur ein
knappes Dutzend derer, die hier stellvertretend für andere ausgewählt worden
sind, lebten bis ans Ende ihrer Tage in diesem Land, das ihnen Ruhm und
Bedeutung verdankt, und einige von ihnen wurden umgebracht, bevor sie den Westen
verlassen konnten. Die Mountain Men, wie man diese Pioniere nannte, genossen
ihr ungebundenes Leben im Big Sky Country und in den schimmernden Bergen, aber
nachdem sie praktisch alle Pelztiere ausgerottet hatten, kehrten sie zurück in
die Zivilisation des Weißen Mannes, um dort zu sterben. Sie - wie viele andere
auch - brachten es zu Reichtum und Ruhm, sie überstanden die Abenteuer und
schweren Prüfungen, denen sie ausgesetzt waren, oder erlitten bittere
Niederlagen. Und dann zogen sie sich zurück.
Ihr Ziel war es, den
Westen auszubeuten, und während sie das in die Tat umsetzten, zerstörten sie
und die Tausende, die nach ihnen kamen, die vorhandene einheimische
Zivilisation und rotteten zahllose Vogel- und Landtierarten aus. Sie
verwüsteten in den Plains den wohlausgewogenen Haushalt des Weidelands, sie
durchwühlten die Berge und raubten die Bodenschätze, vergifteten die Erde,
fällten ganze Wälder und hinterließen Wüsten. Sie schändeten, verheerten und
plünderten das Land, als wären sie besessen von einem leidenschaftlichen,
gewalttätigen Haß gegen diesen Garten Eden im Westen. Sie bauten große Städte
in Gegenden, in denen es kein Wasser gab und in denen, wie es selbst die
primitivsten Stämme wußten, niemals Städte hätten gebaut werden dürfen. Auf den
Rasenflächen Ihrer Städte errichteten diese Wilderer Metallskulpten von
Hirschen und Büffeln, und auf den Dachgiebeln ihrer Häuser brachten die Männer,
die für das Aussterben der Adler sorgten, vergoldete Nachbildungen großer Vögel
an.
In der unberührten
Wildnis, in den Schluchten, den Wäldern und Flüssen begannen sich Abfälle zu
sammeln - Müll und Schrott der Eroberer -, wachsende Halden aus Glas und
Metall, Lawinen aus Eisenbahnwagen, Güterwagen und Lokomotiven, Blech-, Gummi-
und Kunststoffteile von ausgedienten Automobilen und Flugzeugen. Wenn je ein
nationaler “Notstand” die Auslösung zerstörerischer Kräfte erforderlich machen
sollte - die Freisetzung tödliche wirkender Bakterien, giftiger Chemikalien
oder sogar die Beschießung von Uranatomen mit Neutronen, der Erdboden im Westen
könnte die Mittel dazu liefern.
Die ersten Männer,
die in den Westen kamen, waren ein zäher, tatkräftiger und quicklebendiger
Menschenschlag. Einige von denen, deren Familien Generation um Generation dort
blieben, entdeckten ihre Liebe zu diesem Land. Manche verhielten sich wie
Sitting Bull, der Häuptling der Teton-Sioux. Dieser erkannte, was sich
abzeichnete. Um sich dem Verhängnis zu entziehen, wich er vor ihm aus. Ihm ging
es nur darum, in Ruhe gelassen zu werden, bis er sich schließlich gezwungen
sah, zu kämpfen. Er konnte der Vernichtung nicht durch die Flucht in ein
anderes Land entrinnen, und so kehrte er in sein Land zurück und versuchte zu
retten , was noch zu retten war. “Laßt uns in Ruhe”, sagte er, “wir wollen euer
Gold und Silber und auch eure Waren nicht. Wir können hier gut leben, wenn ihr
uns nur in Ruhe laßt”. Aber es war mittlerweile zu spät. Der Westen, den er
liebte, war - wie er selbst - zum Untergang verdammt.
zurück zum Inhaltsverzeichnis
Buckskinner
Club Otze e.V.
Die Mitglieder
des Vereins, einst als Wells Fargo Club gegründet,
bemühen sich
seit 25 Jahren, die Geschichte Amerikas
- speziell von
1780 bis 1860 -
nachzuleben
und zu empfinden.
Ihr Hobby ist es,
an Gebrauchsgegenständen und Kleidung,
die zum
täglichen Leben der Plains- und Prärieindianer sowie der
Trapper und
Biberjäger gehörte, zu arbeiten.
Dazu zählen
u.a.:
Leder gerben,
Stickereien mit Perlen und Stachelschweinborsten,
Zelte nähen
(Tipi, Trapperlodge), Leder verarbeiten (Kleider, Leggins, Mokassins).
Die
Buckskinners (Leute in Leder) treffen sich auf ihrem Gelände
südlich von
Burgdorf, wo sie mehrmals im Jahr original
nachempfundene
Trapper- und Indianercamps veranstalten.
Der
Öffentlichkeit präsentieren sie sich einmal jährlich beim
“Tag der
offenen Tür”.
Vorträge und
Projektwochen an Schulen im Landkreis Hannover,
Veranstaltungen
im Ferienkompaß und Ausstellungen runden die
Aktivitäten
ab.
Die
Buckskinners sind immer bereit,
Kindern und Erwachsenen
zu demonstrieren unter welchen
Umständen
Indianer, Trapper und Siedler den amerikanischen
Kontinent
bewohnten und eroberten
(wobei sie die
Eroberung sehr kritisch sehen).
Eines der
wichtigsten Ziele ist es,
im Einklang
mit der Natur zu leben,
sie wohl zu
nutzen, aber nicht zu benutzen.
Ihre
Gemeinschaft, die fast ausschließlich aus vollständigen Familien besteht,
wird
abgerundet durch eigene Pferde, die ihnen ein Gefühl von Freiheit und Natur
geben.
Ansprechpartner:
Jochen
Lahmann,
Barnackersweg 3, 31303 Burgdorf-Otze, Tel. 05136 / 7441
zurück
zum Inhaltsverzeichnis

Clubgründung
1974 Ein
Clubgelände gibt es noch nicht: Treffpunkt
ist bei Jochen Lahmann im
Barnackersweg in Otze


zurück zum Inhaltsverzeichnis
Sommer
1976 Nun
endlich hat der damals noch unter “Wells Fargo Club” bekannte Verein ein
Clubgelände: Die
Sandkuhle in Ehlershausen, in der sich jetzt die Hundepension befindet,
bietet optimale Bedingungen für das Westernhobby. Die “Nashville Playboys”
und die Square Dancer mit Jürgen Hartig aus Hannover sind immer wieder gern
gesehene Gäste.





zurück zum Inhaltsverzeichnis


1977 neues
Clubgelände zwischen Burgdorf
und Immensen. Erster Tag
der offenen Tür

zurück zum Inhaltsverzeichnis





zurück zum Inhaltsverzeichnis
QUER
DURCH STADT UND LAND Cellesche
Zeitung -- Seite 5
Sommer
1977
Western-Hobbyisten
wissen, wie es wirklich zuging
“So wild war
der ‘Wilde Westen’ garnicht!”
Ausstellung
des Wells-Fargo-Club Otze zeigt Gegenstände der Indianer und Siedler
Eine Ausstellung besonderer Art läuft während der Celle
Woche im Haus der Jugend, Hafenstraße. Western-Hobbyisten haben Waffen der amerikanischen
Pioniere von 1750 bis 1900, Waffen und Gebrauchsgegenstände der Cowboys und
Indianer und Utensilien der Postkuschen-Kompanie Wells & Fargo
zusammengetragen, wo die teilweise sehr wertvollen und seltenen Sammelstücke
gegen ein geringes Eintrittsgelt zu besichtigen sind. Die Mitglieder des
Wells-Fargo-Clubs Otze haben sich intensiv mit der Besiedlungsgeschichte
Amerikas und dem Leben der Indianer und Cowboys beschäftigt und versuchen, ein
wenig von dem wirklichen Bild des gar nicht so “Wilden Westens” an die Besucher
der Ausstellung weiterzugeben.
Morgens kommen ganze
Schulklassen ins Haus der Jugend, die sich vor allem für die Colts und Revolver
aus den tollen Zeiten der “Bonanzas” und “High Chapparals” interessieren. Doch
das, was sie in den Western von Film und Fernsehen meistens vorgesetzt
bekommen, können sie nach Besichtigung der Ausstellung getrost vergessen:
Schießen konnten die Pioniere in der Neuen Welt beispielsweise längst nicht so
schnell, wie die wilden Helden auf dem Zelluloid.
Mit eigenen Augen
können die Jungen sehen, wie langwierig das Laden eines echten Colts vor sich
geht. Ein Mitglied des Western-Clubs führt vor, wie zuerst Schwarzpulver aus
einem Pulverhorn in jede der sechs Kammern geschüttet werden muß. Bevor man
nach einigen weiteren Vorbereitungen endlich schießen kann, muß noch je ein
Zündhütchen in der Trommel verteilt werden. Noch antiquierter mutet eine
Steinschloß-Pistole an, deren Schwarzpulver-Ladung durch den Funken eines
Feuersteins explodiert und mit einer Stichflamme und Rauchwolke verbrennt.
“Mit so einer Pistole
kann man auf 10 Meter reichlich ungenau treffen”, wird den Jungen erklärt.
Überhaupt wurden in der Pionierzeit der USA nicht ständig selbstmörderische
Duelle abgehalten. Die Cowboys und Siedler hatten alle Hände voll zu tun mit
dem bloßen Überleben. So schießwütig, wie in den meisten Western
verkaufsträchtig erzählt wird, ging es damals nicht zu. Trapper, Waldläufer,
Eremiten und Goldwäscher leben zur Zeit der Besiedlung der Vereinigten Staaten
viel mehr im Einklang mit der Natur und ihren Mitmenschen, als das heute der
Fall ist.
So jedenfalls sehen
es die Western-Hobbyisten des Wells-Fargo-Clubs Otze und viele ihrer Kollegen
im Bundesgebiet. “Unter Hobbyfreunden entsteht eine ganz andere Art Freundschaft,
man kann sagen, echte Verbundenheit“, erklärt ein Trapper aus Otze den
Hintergrund des Westerntums. “Was anfällt, wird gemeinsam getan. Dieses Hobby
befreit uns von den Zwängen der uns umgebenden Zivilisation, man kann täglich
Urlaub vom Alltag machen!”
Wer neu hinzukommt,
muß eins wissen: Entweder ganz oder gar nicht. Zeit, Interesse und körperlicher
Einsatz sind die Grundvoraussetzungen für das Clubleben. Und ab und zu muß man
bereit sein, etwas über den geringen Jahresbeitrag hinaus in die gemeinsame
Kasse zu geben, wenn beispielsweise ein ledernes Tippi-Zelt gebaut oder eine
Blockhütte errichtet werden soll. Der Wells-Fargo-Club Otze -- benannt nach den
gleichnamigen Brüdern, die um 1850 ihre Postkutschen in den Westen der USA
vordringen ließen -- ist im Besitz von 14 Morgen Land, das von 18
eingeschriebenen Mitgliedern und deren Familien in Anspruch genommen wird. Seid
der Gründung des Clubs vor drei Jahren sind auf dem Gelände schon ein Wachturm
und eine große Blockhütte entstanden, ganz nach Art einer typischen Station zum
Pferdewechseln.
Echtes Interesse für
die Geschichte der Siedler und der amerikanischen Ureinwohner bringen alle mit.
Minnecouchka, “Die klare Quelle” -- mit dem bürgerlichen Vornamen Zelida -- hat
sich schon seit 35 Jahren auf der “Western-Ebene” mit Material besonders über
die Indianer befaßt. “Es ist gar nicht so leicht, die Spreu vom Weizen zu
trennen. Es gibt soviel unwahre Informationen, daß selbst Fachleute
Schwierigkeiten haben”, stellt die Freiburger Indianerin fest. Für sie ist das
intensive Nachleben der indianischen Welt, die Beziehung zur Natur und den
wirklichen Werten des Lebens eine “Art Religion, die versucht, daß direkt
menschliche zu verwirklichen”. sm
zurück
zum Inhaltsverzeichnis

Das erste
Baby wird in den Club hineingeboren: Runa
Lahmann, 2. Oktober 1984. Wann immer es möglich ist, wird sie ins Lager
mitgenommen.


zurück zum Inhaltsverzeichnis
Seite
11

10 Jahre
Buckskinners Otze. Viele
indianische Hobbyfreunde sind eingeladen: Clubgelände
in Immensen 1984

zurück zum Inhaltsverzeichnis

Die
indianischen Zedernholzkanus aus Kanada sind endlich und unversehrt
angekommen. Dieses
Ereignis wird gebührend gefeiert. Sommerlager
1993 auf dem Clubgelände in Immensen



zurück zum Inhaltsverzeichnis



Tag der
offenen Tür 1995 auf dem Clubgelände in Immensen. Ein Hobby stellt sich in
seiner Vielfalt dar
zurück
zum Inhaltsverzeichnis

Leider
liegt bei uns nur selten Schnee. Doch manchmal
können wir auch ein richtiges Winterlager veranstalten. Es findet immer
Anfang Februar statt. 1977 mit Clubhütte, 1996 mit Zelt, da wir keine
Baugenehmigung für eine neue Hütte bekommen haben, nachdem die alte Hütte
durch Brandstiftung vernichtet worden ist.




zurück zum Inhaltsverzeichnis
Die Clubhütte brannte restlos aus. Grund:
Brandstiftung Eine Genehmigung zur Neuerrichtung wurde nicht erteilt.



Impressionen
vom Tag der offenen Tür im
September 1997
auf unserem Clubgelände
in Immensen

zurück
zum Inhaltsverzeichnis

“Bunte Pferde”
gehören immer zu den
grössten
Attraktionen unserer Veranstaltungen.
Wo sonst
dürfen Kinder Pferde anmalen?

zurück zum
Inhaltsverzeichnis

“Die Geschichte
der Pferde Nordamerikas”
Tag der
offenen Tür


zurück
zum Inhaltsverzeichnis
Clubgelände
Immensen Juni 1999




zurück zum Inhaltsverzeichnis




Wir
bemühen uns, die Umwelt für unsere Kinder zu erhalten, denn wir haben die
Erde nur von ihnen geborgt. Kinder
Club 1974 - 1999

zurück zum Inhaltsverzeichnis

Neubau
“Weideschuppen” Offenstall für die Clubpferde



zurück
zum Inhaltsverzeichnis


Die Völker
der Plains benutzten Kochbehälteraus Bisonmagen, welche ebenfalls gegessen
wurden, wenn sie nach einiger Gebrauchszeit durchlässig geworden waren.
Unser erster Versuch verlief ausgesprochen erfolgreich und wir verzehrten
das Ergebnis mit Genuss


zurück zum Inhaltsverzeichnis

“Chinney”,
eine Art indianisches Feldhockey, ist ein beliebtes Spiel bei Jung und Alt
und vor allem bei den Zuschauern.



zurück zum Inhaltsverzeichnis
Alljährlich
finden im Oktober und im
Februar Touren mit dem Kanu
statt.




zurück zum Inhaltsverzeichnis



kein
Lager findet statt ohne Trommel und Gesang

zurück
zum Inhaltsverzeichnis


“Outhouse”
Entsorgung des
Alten und Neubau


zurück
zum Inhaltsverzeichnis

Es gibt
vielfältige Methoden, Leder zu bearbeiten: Das Leder
wird aufgespannt, um Fell- und Fettreste abzuschaben. Soll es Rohhaut
werden, wird die Haut danach in aufgespanntem Zustand getrocknet. Soll es
jedoch für Kleidung verwendet werden, wird es nach dem Schaben mit dem Hirn
des jeweiligen Wildes bestrichen und trockengewalkt. Durch das Walken
brechen die Fasern und das Leder wird weich.



zurück zum Inhaltsverzeichnis
Seite
28


Wer meint,
das Lagerleben sei nur etwas für die “Harten Männer”, der irrt Erst die Frauen
und Kinder machen unsere Gemeinschaft wirklich stark.

zurück zum Inhaltsverzeichnis