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Ein kleiner Einblick in die Geschichte der:

- Indianer

- Trapper

- Pioniere

 

Und

des Vereines Buckskinners Otze e.V.

 

Hier findet Ihr die anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Buckskinners Otze von den Mitgliedern zusammengestellten Passpartous die 1999 auch im Landesmuseum Burgdorf zu sehen waren.

 

(für unsere Webside aufbereitet von Uwe Ecke und Veronika Wucherpfennig anno 2005)

 

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Übersichtskarte „Native american tribes“                                                Seite 1

Übersichtskarten „Pelzhandelszonen“, „Gebiete“                                   Seite 2

Chronologie                                                                                                Seite 3

Einführung                                                                                                   Seite 4

Der Verein                                                                                                   Seite 5

1974: Clubgründung                                                                                   Seite 6

1976: Sommer                                                                                            Seite 7

1977: Neues Clubgelände                                                                        Seite 8

1977: Sommer                                                                                            Seite 9a

1977: Sommer, Zeitungsartikel                                                                Seite 9b

1984: Das erste Baby im Verein                                                              Seite 10

1984: 10 Jahre Buckskinners Otze                                                          Seite 11

1993: Sommerlager. Die neuen Kanus sind da                                     Seite 12

1995: Tag der offenen Tür                                                                         Seite 13

1977, 1996: Winterlager                                                                            Seite 14

Die Clubhütte ist ausgebrand                                                                   Seite 15

1997: Tag der offenen Tür                                                                         Seite 16

Bunte Pferde                                                                                               Seite 17

Tag der offenen Tür: „Die Geschichte des Pferdes“                              Seite 18

1999: Juni                                                                                                    Seite 19

Kinder im Club                                                                                            Seite 20

Neubau Weideschuppen                                                                           Seite 21

Bisonmagen als Kochbehälter                                                                  Seite 22

Chinney                                                                                                        Seite 23

Kanutouren                                                                                                  Seite 24

Trommel und Gesang                                                                                Seite 25

Outhouse                                                                                                     Seite 26

Bearbeiten von Leder                                                                                Seite 27

Frauenpower                                                                                               Seite 28

 

 

 

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Seite 2

 

 

 

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Seite 3

Chronologie

 

1492                 Kolumbus (der Erbe der Wikinger)

1542                 Hernando de Soto entdeckt den Mississippi

1607                 Englische Kolonisten gründen Jamestown an der Chessupeak Bay - heute Virginia

1620                 Plymouth wird gegründet

1621                 Massasoit, Häuptling der Wampanogas, geht Friedensvertrag mit Gouverneur Carver in Plymouth

                        ein

1675 - 1678       King Philip’s (Kriegshäuptling der Narrongunset) Krieg gegen weiße Siedler

1679 - 1681       La Salle erforscht den Westen über den Mississippi bis an den Golf von Mexico

1680 - 1682       Vergeblicher Aufstand der Pueblo Indianer, die Spanier aus Neu Mexico zu vertreiben

1689 - 1763       Französisch-Indianische Kriege

1763                 Pontiacs Aufstand gegen die Siedlungspolitik der Franzosen. Frankreich gibt seine Gebiete

                        westlich des Mississippi an England ab

1775 - 1783       Amerikanische Revolution

1776                 Amerikanische Unabhängigkeitserklärung

1790 - 1794       Indianerkriege der Shawnee, Miomi und Delaware gegen die Amerikaner, erst 1794 Niederlage

                        der Indianer

1803                 Die USA kaufen Louisana von Frankreich für 15 Mill. Dollar

1804 - 1806       Lewis & Clark erreichen als erste Amerikaner den Pazifik. Diese Expedition wurde von Präsident

                        Jefferson in Auftrag gegeben

1802 - 1838       Krieg und Vertreibung der Cherokee aus Georgia. Bei der Zwangsumsiedlung nach Oklahoma

                        (Pfad der Tränen) sterben 4000 Indianer

1804 - 1840       Pelzhandeslcompanien werden von Amerikanern gegründet. Der deutsche Johan Jacob Astor

                                   gründet eine Handelsgesellschaft (American Fur Compani)

1825                 Erstes Treffen der Trapper und Biberjäger am Henry Fork im heutigen Wyoming

1816 - 1837       Krieg der Seminolen gegen die Amerikaner. Die Seminolen wurden niemals besiegt und leben bis

                        heute auf ihrem angestammten Land in Florida

1819                 Abtretung Floridas von Spanien an die Vereinigten Staaten

1846 - 1864       Navaho Kriege

1846 - 1848       Eroberungskriege der USA gegen Mexico. Mexico verliert Gebiete, die in der Folge die Staaten

                        New Mexico, Arizona, Kalifornien, Nevada und Utah bilden.

1848                 Goldfunde in Kalifornien locken Glücksritter und Siedler nach Westen. Die Besiedelung des

                        westlichen Kontinents beginnt

1848 - 1850       Oregon wird Terretorium der USA. Die Landschenkung von 320 Morgen Land an jeden

                        erwachsenen Bürger der USA löst den Oregon Trail aus

1860 - 1879       Indianerkriege in den Plains

1861 - 1865       Amerikanischer Bürgerkrieg

1861 - 1900       Apachen-Kriege

1862                 Little Crow führt den Sioux Aufstand in Minnesota

1864                 Amerikanische Soldaten überfallen am Sand Creak eine Gruppe Cheyenne Indianern (Sand Creak

                        Massaker)

1866 - 1868       Nach einem Sieg der Indianer unter Crazy Horse (Sioux) ziehen sich die Amerikaner aus dem

                        Gebiet der Black Hills, dem Powder River und am Big Horn zurück (South Dakota, Wyoming)

1872                 Beginn der systematischen Ausrottung der Büffel (die Lebensgrundlage der Indianer) in den Plains

1876                 Schlacht am Little Big Horn. General Caster wird von den vereinigten Sioux, Cheyenne und

                        anderen Stämmen vernichtend geschlagen. Trotzdem müsse die Stämme wegen

                        Nahrungsmangel in die Reservationen.

1877                 Nach monatelanger Flucht werden die Nez Perce unter Häuptling Joseph kurz vor der

                        kanadischen Grenze besiegt

1886                 Fast alle Indianer sind in Reservaten untergebracht

1890                 Schlacht bei Wounded Knee, letzte Schlacht der Indianerkriege

1924                 Die Indianer erhalten die Staatsbürgerschaft

1906                 Durch Bufallo Bill’s (F. Cody) Wild West Schau und Karl May in Deutschland wurde das Interesse

                        für die Amerikanische Geschichte geweckt. Die ersten Indianer und Cowboyclubs entstanden

                        bereits in den 20er Jahren. 1951 wurde das erste Deutsche Indianer Council in Karlsruhe

                        veranstaltet

 

Heute treffen sich einmal im Jahr ca. 3000 Hobbyisten in einem Lager mit etwa 300 Tipis und anderen historischen Zelten zum Erfahrungsaustausch.

 

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Seite 4

 

Einführung

Die Geschichte des amerikanischen Westens enthält alle Elemente der Ilias und der Odyssee: eine heroische Welt des Aufbruchs und der Kriege, der Reisen in ferne Länder, der waghalsigen Jagden, der zur Legende gewordenen Raubzüge und der Kämpfe auf verlorenem Posten. Alles in allem ein Epos überwältigender Taten. Der Triumphe und des Versagens rastloser Helden und Heldinnen. Es ist eine Tragödie, der es an komischen Zwischenspielen nicht fehlt, eine Geschichte von Gut und Böse und einer Moralität, deren Personen abstrakte Ideen verkörpern.

In dieser Einführung streifen wir durch die Geschichte des Westen vom sechzehnten bis zum zwanzigsten Jahrhundert. Einiges ist in die Geschichte eingegangen, anderes ist weniger bekannt.

 

Es begann damit, daß man zum Pazifik aufbrach und sich auf die Suche nach den sieben mythischen, aus Gold gebauten Städten machte. Reine Habgier war bei den meisten, die dieses Abenteuer auf sich nahmen, das entscheidende Motiv. Nicht die Großartigkeit und Schönheit des Westens waren es, sondern der sagenhafte Reichtum an Bodenschätzen, der Männer und Frauen aus allen Ecken der Welt in dieses Land zog.

 

Unter den Menschen, deren Geschichte hier erzählt wird, waren nur drei wirklich auf der Suche nach Freiheit. Einer von Ihnen war ein Eingeborener, ein amerikanischer Indianer, der seine Freiheit verloren hatte. Die anderen wollten Freiheit und Reichtum zugleich. Mindestens ein Dutzend von ihnen hatte nichts als eben diesen Reichtum im Auge, wenn auch einige von ihnen dabei das Wort Freiheit im Munde führten. Nur einer war ausschließlich darauf aus, Abenteuer zu erleben; zwei von ihnen wollten zwar das Abenteuer, hofften aber ebensosehr auf Reichtum; andere waren entschlossen, das ihnen unbekannte Abenteuer kennen und es somit begreifen zu lernen. Vier gingen in den Westen, um sich einen ruhmvollen Namen zu machen, von denen zwei überdies reich werden wollten. Sie alle waren auf die eine oder andere Weise “Kinder der Sonne”, wie die texanischen Indianer Cabeza de Vaca und seine Gefährten genannt wurden.

Von allen hatten vielleicht Lewis und Clark die uneigennützigsten Motive, sie waren Forscher, deren Bestreben es war, das Land kennenzulernen. Reich zu werden, daran lag ihnen nicht mehr und nicht weniger als anderen Leuten auch. Sie wollten nichts weiter als wissen, was mit diesem Land war. Dennoch legten selbst sie Wert darauf, den Eingeborenen, mit denen sie zusammenkamen, mitzuteilen, daß sie nicht mehr die Untertanen von europäischen Königen und Kaisern seien, sonder unter dem wohlwollenden Schutz eines Großen Weißen Vaters in Washington stünden. Und wo sind sie heute, die unter “Schutz” stehenden Stämme?

Einige der berühmtesten Männer des Westens waren dort nur kurze Zeit ansässig. Nur ein knappes Dutzend derer, die hier stellvertretend für andere ausgewählt worden sind, lebten bis ans Ende ihrer Tage in diesem Land, das ihnen Ruhm und Bedeutung verdankt, und einige von ihnen wurden umgebracht, bevor sie den Westen verlassen konnten. Die Mountain Men, wie man diese Pioniere nannte, genossen ihr ungebundenes Leben im Big Sky Country und in den schimmernden Bergen, aber nachdem sie praktisch alle Pelztiere ausgerottet hatten, kehrten sie zurück in die Zivilisation des Weißen Mannes, um dort zu sterben. Sie - wie viele andere auch - brachten es zu Reichtum und Ruhm, sie überstanden die Abenteuer und schweren Prüfungen, denen sie ausgesetzt waren, oder erlitten bittere Niederlagen. Und dann zogen sie sich zurück.

Ihr Ziel war es, den Westen auszubeuten, und während sie das in die Tat umsetzten, zerstörten sie und die Tausende, die nach ihnen kamen, die vorhandene einheimische Zivilisation und rotteten zahllose Vogel- und Landtierarten aus. Sie verwüsteten in den Plains den wohlausgewogenen Haushalt des Weidelands, sie durchwühlten die Berge und raubten die Bodenschätze, vergifteten die Erde, fällten ganze Wälder und hinterließen Wüsten. Sie schändeten, verheerten und plünderten das Land, als wären sie besessen von einem leidenschaftlichen, gewalttätigen Haß gegen diesen Garten Eden im Westen. Sie bauten große Städte in Gegenden, in denen es kein Wasser gab und in denen, wie es selbst die primitivsten Stämme wußten, niemals Städte hätten gebaut werden dürfen. Auf den Rasenflächen Ihrer Städte errichteten diese Wilderer Metallskulpten von Hirschen und Büffeln, und auf den Dachgiebeln ihrer Häuser brachten die Männer, die für das Aussterben der Adler sorgten, vergoldete Nachbildungen großer Vögel an.

In der unberührten Wildnis, in den Schluchten, den Wäldern und Flüssen begannen sich Abfälle zu sammeln - Müll und Schrott der Eroberer -, wachsende Halden aus Glas und Metall, Lawinen aus Eisenbahnwagen, Güterwagen und Lokomotiven, Blech-, Gummi- und Kunststoffteile von ausgedienten Automobilen und Flugzeugen. Wenn je ein nationaler “Notstand” die Auslösung zerstörerischer Kräfte erforderlich machen sollte - die Freisetzung tödliche wirkender Bakterien, giftiger Chemikalien oder sogar die Beschießung von Uranatomen mit Neutronen, der Erdboden im Westen könnte die Mittel dazu liefern.

Die ersten Männer, die in den Westen kamen, waren ein zäher, tatkräftiger und quicklebendiger Menschenschlag. Einige von denen, deren Familien Generation um Generation dort blieben, entdeckten ihre Liebe zu diesem Land. Manche verhielten sich wie Sitting Bull, der Häuptling der Teton-Sioux. Dieser erkannte, was sich abzeichnete. Um sich dem Verhängnis zu entziehen, wich er vor ihm aus. Ihm ging es nur darum, in Ruhe gelassen zu werden, bis er sich schließlich gezwungen sah, zu kämpfen. Er konnte der Vernichtung nicht durch die Flucht in ein anderes Land entrinnen, und so kehrte er in sein Land zurück und versuchte zu retten , was noch zu retten war. “Laßt uns in Ruhe”, sagte er, “wir wollen euer Gold und Silber und auch eure Waren nicht. Wir können hier gut leben, wenn ihr uns nur in Ruhe laßt”. Aber es war mittlerweile zu spät. Der Westen, den er liebte, war - wie er selbst - zum Untergang verdammt.

H.J. Lahmann

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Seite 5

 

Buckskinner Club Otze e.V.

Die Mitglieder des Vereins, einst als Wells Fargo Club gegründet,

bemühen sich seit 25 Jahren, die Geschichte Amerikas

- speziell von 1780 bis 1860 -

nachzuleben und zu empfinden.

 

Ihr Hobby ist es, an Gebrauchsgegenständen und Kleidung,

die zum täglichen Leben der Plains- und Prärieindianer sowie der

Trapper und Biberjäger gehörte, zu arbeiten.

Dazu zählen u.a.:

Leder gerben, Stickereien mit Perlen und Stachelschweinborsten,

Zelte nähen (Tipi, Trapperlodge), Leder verarbeiten (Kleider, Leggins, Mokassins).

Die Buckskinners (Leute in Leder) treffen sich auf ihrem Gelände

südlich von Burgdorf, wo sie mehrmals im Jahr original

nachempfundene Trapper- und Indianercamps veranstalten.

 

Der Öffentlichkeit präsentieren sie sich einmal jährlich beim

“Tag der offenen Tür”.

Vorträge und Projektwochen an Schulen im Landkreis Hannover,

Veranstaltungen im Ferienkompaß und Ausstellungen runden die

Aktivitäten ab.

 

Die Buckskinners sind immer bereit,

Kindern und Erwachsenen zu demonstrieren unter welchen

Umständen Indianer, Trapper und Siedler den amerikanischen

Kontinent bewohnten und eroberten

(wobei sie die Eroberung sehr kritisch sehen).

 

Eines der wichtigsten Ziele ist es,

im Einklang mit der Natur zu leben,

sie wohl zu nutzen, aber nicht zu benutzen.

 

Ihre Gemeinschaft, die fast ausschließlich aus vollständigen Familien besteht,

wird abgerundet durch eigene Pferde, die ihnen ein Gefühl von Freiheit und Natur geben.

 

Ansprechpartner:

Jochen Lahmann,

Barnackersweg 3, 31303 Burgdorf-Otze, Tel. 05136 / 7441

 

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Seite 6

 

             

 

 

 

Clubgründung 1974

Ein Clubgelände gibt es noch nicht:

Treffpunkt ist bei Jochen Lahmann

im Barnackersweg in Otze

 
                                                                                            


                                             

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Seite 7

 

Sommer 1976

Nun endlich hat der damals noch unter “Wells Fargo Club” bekannte Verein ein Clubgelände:

Die Sandkuhle in Ehlershausen, in der sich jetzt die Hundepension befindet, bietet optimale Bedingungen für das Westernhobby. Die “Nashville Playboys” und die Square Dancer mit Jürgen Hartig aus Hannover sind immer wieder gern gesehene Gäste.

 
                                                                         

                                                                                                                                              

                                                  

   

   

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Seite 8

 

                                                   

 

                                                  

 

1977 neues Clubgelände zwischen

Burgdorf und Immensen.

Erster Tag der offenen Tür

 
                                                                                                


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Seite 9a

 

                                                                                                             

                                                                                                  


                                                                                                             

                           

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Seite 9b

Zeitungsartikel

QUER DURCH STADT UND LAND                                                        Cellesche Zeitung -- Seite 5

                                                                       Sommer 1977

Western-Hobbyisten wissen, wie es wirklich zuging

“So wild war der ‘Wilde Westen’ garnicht!”

Ausstellung des Wells-Fargo-Club Otze zeigt Gegenstände der Indianer und Siedler

 

Eine Ausstellung besonderer Art läuft während der Celle Woche im Haus der Jugend, Hafenstraße. Western-Hobbyisten haben Waffen der amerikanischen Pioniere von 1750 bis 1900, Waffen und Gebrauchsgegenstände der Cowboys und Indianer und Utensilien der Postkuschen-Kompanie Wells & Fargo zusammengetragen, wo die teilweise sehr wertvollen und seltenen Sammelstücke gegen ein geringes Eintrittsgelt zu besichtigen sind. Die Mitglieder des Wells-Fargo-Clubs Otze haben sich intensiv mit der Besiedlungsgeschichte Amerikas und dem Leben der Indianer und Cowboys beschäftigt und versuchen, ein wenig von dem wirklichen Bild des gar nicht so “Wilden Westens” an die Besucher der Ausstellung weiterzugeben.

 

Morgens kommen ganze Schulklassen ins Haus der Jugend, die sich vor allem für die Colts und Revolver aus den tollen Zeiten der “Bonanzas” und “High Chapparals” interessieren. Doch das, was sie in den Western von Film und Fernsehen meistens vorgesetzt bekommen, können sie nach Besichtigung der Ausstellung getrost vergessen: Schießen konnten die Pioniere in der Neuen Welt beispielsweise längst nicht so schnell, wie die wilden Helden auf dem Zelluloid.

 

Mit eigenen Augen können die Jungen sehen, wie langwierig das Laden eines echten Colts vor sich geht. Ein Mitglied des Western-Clubs führt vor, wie zuerst Schwarzpulver aus einem Pulverhorn in jede der sechs Kammern geschüttet werden muß. Bevor man nach einigen weiteren Vorbereitungen endlich schießen kann, muß noch je ein Zündhütchen in der Trommel verteilt werden. Noch antiquierter mutet eine Steinschloß-Pistole an, deren Schwarzpulver-Ladung durch den Funken eines Feuersteins explodiert und mit einer Stichflamme und Rauchwolke verbrennt.

 

“Mit so einer Pistole kann man auf 10 Meter reichlich ungenau treffen”, wird den Jungen erklärt. Überhaupt wurden in der Pionierzeit der USA nicht ständig selbstmörderische Duelle abgehalten. Die Cowboys und Siedler hatten alle Hände voll zu tun mit dem bloßen Überleben. So schießwütig, wie in den meisten Western verkaufsträchtig erzählt wird, ging es damals nicht zu. Trapper, Waldläufer, Eremiten und Goldwäscher leben zur Zeit der Besiedlung der Vereinigten Staaten viel mehr im Einklang mit der Natur und ihren Mitmenschen, als das heute der Fall ist.

 

So jedenfalls sehen es die Western-Hobbyisten des Wells-Fargo-Clubs Otze und viele ihrer Kollegen im Bundesgebiet. “Unter Hobbyfreunden entsteht eine ganz andere Art Freundschaft, man kann sagen, echte Verbundenheit“, erklärt ein Trapper aus Otze den Hintergrund des Westerntums. “Was anfällt, wird gemeinsam getan. Dieses Hobby befreit uns von den Zwängen der uns umgebenden Zivilisation, man kann täglich Urlaub vom Alltag machen!”

 

Wer neu hinzukommt, muß eins wissen: Entweder ganz oder gar nicht. Zeit, Interesse und körperlicher Einsatz sind die Grundvoraussetzungen für das Clubleben. Und ab und zu muß man bereit sein, etwas über den geringen Jahresbeitrag hinaus in die gemeinsame Kasse zu geben, wenn beispielsweise ein ledernes Tippi-Zelt gebaut oder eine Blockhütte errichtet werden soll. Der Wells-Fargo-Club Otze -- benannt nach den gleichnamigen Brüdern, die um 1850 ihre Postkutschen in den Westen der USA vordringen ließen -- ist im Besitz von 14 Morgen Land, das von 18 eingeschriebenen Mitgliedern und deren Familien in Anspruch genommen wird. Seid der Gründung des Clubs vor drei Jahren sind auf dem Gelände schon ein Wachturm und eine große Blockhütte entstanden, ganz nach Art einer typischen Station zum Pferdewechseln.

 

Echtes Interesse für die Geschichte der Siedler und der amerikanischen Ureinwohner bringen alle mit. Minnecouchka, “Die klare Quelle” -- mit dem bürgerlichen Vornamen Zelida -- hat sich schon seit 35 Jahren auf der “Western-Ebene” mit Material besonders über die Indianer befaßt. “Es ist gar nicht so leicht, die Spreu vom Weizen zu trennen. Es gibt soviel unwahre Informationen, daß selbst Fachleute Schwierigkeiten haben”, stellt die Freiburger Indianerin fest. Für sie ist das intensive Nachleben der indianischen Welt, die Beziehung zur Natur und den wirklichen Werten des Lebens eine “Art Religion, die versucht, daß direkt menschliche zu verwirklichen”.  sm

 

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Seite 10

 

                                                

Das erste Baby wird in den Club hineingeboren:

Runa Lahmann, 2. Oktober 1984. Wann immer es möglich ist, wird sie ins Lager mitgenommen.

 
 

 


                                        


                                                           

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Seite 11

      

10 Jahre Buckskinners Otze.

Viele indianische Hobbyfreunde sind

eingeladen:

Clubgelände in Immensen 1984

 
           



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Seite 12

 

                             

 

Die indianischen Zedernholzkanus aus Kanada sind endlich und unversehrt angekommen.

Dieses Ereignis wird gebührend gefeiert.

Sommerlager 1993 auf dem Clubgelände in Immensen

 


                  
                       


                       

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Seite 13

 

                                                                       

 

                                         

 

 

Tag der offenen Tür 1995 auf dem Clubgelände in Immensen. Ein Hobby stellt sich in seiner Vielfalt dar

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Seite 14

 

                   

 

Leider liegt bei uns nur selten Schnee.

Doch manchmal können wir auch ein richtiges Winterlager veranstalten. Es findet immer Anfang Februar statt. 1977 mit Clubhütte, 1996 mit Zelt, da wir keine Baugenehmigung für eine neue Hütte bekommen haben, nachdem die alte Hütte durch Brandstiftung vernichtet worden ist.

 
                                                                                                    

 

 



                                                                       

                                               

                                               

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Seite 15

 

Die Clubhütte brannte restlos aus. Grund: Brandstiftung Eine Genehmigung zur Neuerrichtung wurde nicht erteilt.

 
                                                                         

 

                                                                                                                        


             

           

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Seite 16

 

                                       

 

                                       

 

Impressionen vom Tag der offenen Tür im

September 1997 auf unserem Clubgelände

in Immensen

 

                                       

 

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Seite 17

 

        

 

“Bunte Pferde” gehören immer zu den

grössten Attraktionen unserer Veranstaltungen.

Wo sonst dürfen Kinder Pferde anmalen?

 

        

 

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Seite 18

 

                                

 

“Die Geschichte der Pferde Nordamerikas”

Tag der offenen Tür

 

 

                                 

 

 

 

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Seite 19

Clubgelände Immensen Juni 1999

                                 

 

                              

 

                     

           

                

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Seite 20

              

 

                                           

 

           

 

                                              

Wir bemühen uns, die Umwelt für unsere Kinder zu erhalten, denn wir haben die Erde nur von ihnen geborgt.

Kinder Club 1974 - 1999

 
 


                                   


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Seite 21

 

                 

 

            Neubau “Weideschuppen” Offenstall für die Clubpferde


                 

 

                                       

 

                             

 

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Seite 22

 

            

 

 

                   

 

Die Völker der Plains benutzten Kochbehälteraus Bisonmagen, welche ebenfalls gegessen wurden, wenn sie nach einiger Gebrauchszeit durchlässig geworden waren. Unser erster Versuch verlief ausgesprochen erfolgreich und wir verzehrten das Ergebnis mit Genuss

 
 





                   

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Seite 23

 

           

 

           

 

“Chinney”, eine Art indianisches Feldhockey, ist ein beliebtes Spiel bei Jung und Alt und vor allem bei den Zuschauern.

 
           

                                                                                                                            


                       

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Seite 24

                               

Alljährlich finden im Oktober

und im Februar Touren mit dem

Kanu statt.

 
 


                                                                                                         

                  


                                   

                                   

                                   

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Seite 25

                                  

 

                       

 

                                                          

 

kein Lager findet statt ohne Trommel und Gesang

 

                                   

 

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Seite 26

 

                                  

 

                                  

 

“Outhouse”

Entsorgung des Alten und Neubau

 

                                             

 

 

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Seite 27

 

       

 

Es gibt vielfältige Methoden, Leder zu bearbeiten:

Das Leder wird aufgespannt, um Fell- und Fettreste abzuschaben. Soll es Rohhaut werden, wird die Haut danach in aufgespanntem Zustand getrocknet. Soll es jedoch für Kleidung verwendet werden, wird es nach dem Schaben mit dem Hirn des jeweiligen Wildes bestrichen und trockengewalkt. Durch das Walken brechen die Fasern und das Leder wird weich.

 
                                                                                            



                      



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Seite 28

                                                  

 

                                              

 

Wer meint, das Lagerleben sei nur etwas für die “Harten Männer”, der irrt

Erst die Frauen und Kinder machen unsere Gemeinschaft wirklich stark.

 
                                                                                                                

             

                    

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